Soll ein Unternehmen mit Computern – in diesem Fall mit Macs – ausgestattet werden, ist es empfehlenswert, sich vor der Anschaffung der Hardware und Software genaue Gedanken darüber zu machen, welche Systeme und welche Software in Zukunft eingesetzt werden sollen. Dabei spielen die Arbeitsstationen selbst gar nicht unbedingt die Hauptrolle: Ebenso wichtig ist die Frage, welche Software künftig eingesetzt werden soll und auf wievielen Computern die Software im Netzwerk ausgeführt werden soll. Je nach Anforderung wird außerdem ein Server benötigt, der im einfachsten Fall für die zentrale Speicherung von Daten eingesetzt wird oder auf dem möglicherweise auch Anwendungen oder Datenbanken laufen. Eines der wichtigsten Themen beim Einsatz von Computern im Unternehmen ist die richtige Backup-Strategie, denn Datenverluste sind nicht nur ärgerlich, sondern können im schlimmsten Fall ganze Existenzen zerstören. In unserem Artikel behandeln wir die wichtigsten Bereiche dieser komplexen Thematik und versuchen, entsprechende Lösungen sowohl für kleine als auch für mittlere Unternehmensgrößen abzubilden.

Welche Software wird von wievielen Anwendern genutzt?

Bei der Planung einer neuen EDV-Infrastruktur stellt sich zunächst die Frage, welche Softwareprodukte überhaupt eingesetzt werden sollen, auf welchen Betriebssystemen diese laufen und ob für bestimmte Softwareprodukte ein Server benötigt wird. Auf Basis des Ergebnisses kann dann entschieden werden, welche Arbeitsstationen für die Mitarbeiter angeschafft werden sollen und welche Ausstattung diese benötigen. Soll das Unternehmen beispielsweise mit Macintosh Computern ausgestattet werden, gleichzeitig aber auch mit Windows-Software arbeiten, so stellt die parallele Nutzung von Windows-Programmen auf dem Mac grundsätzlich kein Problem dar. Bei paralleler Nutzung von Windows mit Mac OS X stellt sich aber durchaus die Frage, ob der standardmäßig verbaute Arbeitsspeicher von 4 GB für ausreichend performantes Arbeiten genügt. Alle heutigen Macintosh Computer lassen sich maximal mit mindestens 8 GB Speicher ausstatten, iMacs vertragen bis zu 16 GB Speicher und ein Mac Pro lässt sich mit bis zu 32 GB Arbeitsspeicher bestücken. Als Faustregel gilt: Für die Arbeit mit Office-Programmen rein unter Mac OS X genügen in der Regel 4 GB Arbeitsspeicher. Soll parallel auch Windows ausgeführt werden, ist der Ausbau des Arbeitsspeichers auf 6 GB oder 8 GB empfehlenswert. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht, welche Macintosh-Computer mit wieviel Arbeitsspeicher ausgestattet werden können:

• Apple Mac mini: maximal 8 GB (2 x DDR3 SODIMM PC8500)
• Apple iMac: maximal 16 GB (4 x DDR3 SODIMM, PC10600)
• Apple Mac Pro: maximal 16 GB (kleines Modell) oder 32 GB (großes Modell) DDR3 ECC RAM
• Apple MacBook: maximal 8 GB (2 x DDR3 SODIMM PC8500)
• Apple MacBook Pro: maximal 8 GB (2 x DDR3 SODIMM PC10600)
• Apple MacBook Air: 2 GB oder 4 GB (nicht aufrüstbar, BTO-Option)

Bei der Festplattenkapazität für Arbeitsstationen kommt es darauf an, ob die Daten hauptsächlich zentral auf einem Server oder direkt auf den Arbeitsstationen gespeichert werden sollen. Grundsätzlich ist es im Unternehmen empfehlenswert, Daten zentral auf einem Server und nicht auf den Arbeitsstationen zu speichern, und zwar aus mehreren Gründen: Zum einen erleichtert die zentrale Speicherung auch die zentrale Datensicherung (Backup), und zum anderen kann auf lokal gespeicherte Daten i.d.R. nicht ohne Weiteres von anderen Arbeitsstationen aus zugegriffen werden.

Mobil, Desktop und Größe des Displays

Ob als Arbeitsstation ein mobiles Notebook oder ein Desktop-Mac angeschafft wird, hängt von den Anforderungen des Benutzers ab. Ein Mitarbeiter, der viel im Außendienst tätig ist und persönliche Kundenbesuche durchführt, wird in den meisten Fällen mit einem mobilen Notebook besser bedient sein, während für den Mitarbeiter im Backoffice oder in der Buchhaltung meist ein Desktop-Mac das optimale Arbeitsgerät darstellt.

Apple MacBook Pro Notebook im UnternehmenDie 13″ MacBook Pro Reihe von Apple verfügt wie das MacBook über ein Widescreen Display mit 1280 x 800 Pixeln. Somit sind diese Notebooks zwar sehr kompakt, verfügen aber nur über eine relativ geringe Bildschirmauflösung. Das Modell mit 15-Zoll-Display besitzt bereits eine Auflösung von 1440 x 900 Bildpunkten und ist optional mit einem Hi-Res-Display mit 1680 x 1050 Pixeln erhältlich. Damit stellt das 15″ MacBook Pro den idealen Mittelweg zwischen Mobilität und bequemer Bildschirmauflösung dar. Das Gerät mit 17″ Widescreen Display verfügt über die Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.200 Bildpunkten und genügt damit auch professionellen Ansprüchen.

Apple iMac als Desktop-Arbeitsplatz im UnternehmenBei der iMac-Reihe im Desktop-Segment fängt die Bildschirm-Auflösung beim Gerät mit 21,5″ Display mit einer Full-HD Bildschirmauflösung von 1.920 x 1050 Pixeln an. Damit genügt bereits der kleinste 21,5″-iMac auch höheren Ansprüchen in der Bürotätigkeit. Für professionelle Anwender oder “Power-User” empfiehlt sich der 27″ iMac mit einer beeindruckenden Bildschirmauflösung von 2560 x 1440 Pixeln. Der Mac mini verfügt über keinen integrierten Bildschirm, ist aber in der Lage, zwei externe Displays mit maximalen Auflösungen von 2560 x 1600 und 1.920 x 1200 Bildpunkten anzusteuern.

Bei der Auswahl der Arbeitsstationen für die Mitarbeiter sollte also je nach Anforderungsprofil vor allem auf die Größe des Arbeitsspeichers und des Bildschirms geachtet werden. In Bezug auf die reine Prozessorleistung ist jeder Mac problemlos für Office-Anwendungen geeignet – größere Prozessoren wie der Core i5, Core i7 oder Intel Xeon mit vier oder mehr Prozessorkernen werden für rechenintensive Aufgaben benötigt wie beispielsweise CAD-Anwendungen, Audio-Mastering oder Videoschnitt.

Welcher Server darf’s denn sein?

Apple Mac mini Server mit Mac OS X ServerBei der Auswahl eines geeigneten Servers für ein Unternehmen kommt es zunächst darauf an, welche Aufgaben der Server übernehmen soll. Sollen auf dem Server lediglich Dateien gespeichert werden, der Server in der Fachsprache also als reiner “Fileserver” betrieben werden, genügt ein kleiner Server wie beispielsweise der Mac Mini Server von Apple. Dieser bietet mit seinem Intel Core 2 Duo Prozessor genügend Rechenleistung für kleine Arbeitsgruppen und verfügt über zwei interne Festplatten, auf denen die Daten zu Sicherheitszwecken gespiegelt werden. Das mitgelieferte Betriebssystem Apple Mac OS X Server bietet neben der einfachen Verwaltung viele weitere nützliche Funktionen für Ihr Unternehmen wie den intgrierten Mailserver für E-Mails, iCal-Server für gemeinsame Kalender, Adressbuch-Server, Webhosting, Spotlightsuche für die Suche nach Dateien auf allen Mac Arbeitsstationen im Netzwerk, den Wiki-Server oder den iChat-Server. Mit der aktuellen Version von Mac OS X Server läßt sich auch mobil mit einem iPhone oder iPad auf einen Firewall-geschützten Server zugreifen.

Apple Mac Pro als Server für ArbeitsgruppenFür größere Arbeitsgruppen oder wenn der Server auch als Anwendungsserver, möglicherweise auch für Windows-Anwendungen, fungieren soll, ist ein Apple Mac Pro empfehlenswert. Der Mac Pro verfügt mit vier bis zwölf Intel Xeon-Prozessorkernen über genügend Kapazitäten, um auch größere Arbeitsgruppen zu versorgen und ist auch für aufwendige Anwendungsserver geeignet. Darüber hinaus läßt sich der Mac Pro mit bis zu acht Speichermodulen auf insgesamt bis zu 32 GB Arbeitsspeicher und mit bis zu vier Festplatten ausstatten. Auch ein Windows-Server läßt sich mit einem Mac Pro auf einfache Weise realisieren. Kommt es bei Ihrem Windows-Server auf die höchstmögliche Geschwindigkeit an, kann er mittels Boot Camp als zweites Betriebssystem eingerichtet werden und läuft somit nativ auf dem Mac Pro. Selbstverständlich kann ein Windows-Server auch als virtuelle Maschine parallel zu Mac OS X (Server) betrieben werden. Dank der enorm hohen Rechenleistung des Mac Pro werden in der Praxis oftmals sogar mehrere virtuelle Server gleichzeitig auf einem Mac Pro ausgeführt.

Sicherheit: Die richtige Backup-Strategie

Time Machine Backup integriert in Apple Mac OS XDie digitale Datenbasis stellt heute in der Regel das Rückgrat eines Unternehmens dar. Aus diesem Grund ist die sichere Verwahrung der Daten mittels Datensicherung (Backup) ein unverzichtbares Werkzeug in jedem Unternehmen. Die Sicherung von Daten kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen und hängt von den individuellen Anforderungen jedes Unternehmens ab. Apple liefert mit Mac OS X eine Backup-Software namens “Time Machine” mit, die ein einfaches “One-Click-Backup” auf einer drahtlosen Time Capsule oder einer externen Festplatte durchführt. In der Regel bekommt der Benutzer vom reinen Backupvorgang nichts mit – der Anwender kann bei aktiviertem Backup über Time Machine zu jeden beliebigen Zeitpunkt seit Beginn der Sicherungen “zurückspringen” und Daten dieses Zeitpunkts zurücksichern. Dies erfolgt so einfach wie die Bedienung des Mac selbst per Drag & Drop.

Retrospect Backup für Apple Mac OS XFür größere Umgebungen ist die Funktionalität von Time Machine oftmals nicht mehr ausreichend. Unter Mac OS X steht mit Retrospect eine professionelle Datensicherungslösung bereit, die Backups auf unterschiedliche Medien wie Bandlaufwerke, externe Festplatten oder auf Netzwerkservern durchführen kann. Bei sehr großen Datenmengen empfiehlt sich der Einsatz eines Bandlaufwerks, um größtmögliche Sicherheit gewährleisten zu können und damit Sicherungen mehrerer Zeitpunkte aus der Vergangenheit zur Verfügung stehen. Werden bei einer Bandsicherung beispielsweise fünf Bänder eingesetzt, kann maximal fünf Tage bzw. eine Woche rückgesichert werden. Eine der sichersten Methoden stellt die Sicherung nach dem Generationenprinzip (Großvater-Vater-Sohn-Prinzip) dar. Für diese Art des Backups werden insgesamt 20 Bänder benötigt. Die ersten vier Bänder werden von Montag bis Donnerstag in Rotation für die Tagessicherung verwendet (Sohn). Weitere vier Bänder benötigen Sie in Rotation freitags für eine Wochensicherung (Vater). Am letzten Werktag eines Monats fertigen Sie mit insgesamt zwölf Bändern eine Monatssicherung an (Großvater). Nach diesem Prinzip stehen Ihnen Datensicherungen aus den letzten zwölf Monaten zur Verfügung. Für performante Zwischen-Backups kann selbstverständlich auch eine weitere interne oder externe Festplatte verwendet werden.

Details bei individueller Beratung

In diesem Artikel haben wir einige grundsätzliche Entscheidungskriterien genannt, die bei der Entscheidung für den Einsatz des Mac im Unternehmen eine Rolle spielen. Sie können den Inhalt dieses Artikels als Grundlage für ein persönliches Beratungsgespräch verwenden, das Ihnen bundesweit beispielsweise Apple Premium Reseller gerne anbieten werden. Der größte Apple Premium Reseller in Deutschland ist z.B. mStore und M&M:Trading! mit bundesweit 17 Filialen. Auch Online-Fachhändler wie beispielsweise macXperts bieten individuelle Beratung für Business-Kunden an. Für große Projekte ist bei Bedarf möglicherweise ein technischer Unternehmensberater hinzuzuziehen.

Durch die hohe Flexibilität, das stabile Laufverhalten, den geringen Energieverbrauch und die geringen Wartungskosten ist der Mac im Unternehmen so beliebt wie noch nie. Dadurch, daß ein Mac auch problemlos Windows ausführen kann, sind dem Einsatz des Mac im Unternehmen praktisch keine Grenzen gesetzt.

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2 Antworten zu Strategien für den Einsatz des Mac im Unternehmen.

  1. Ulf Cihak sagt:

    ist aber schon eine Erwähnung wert: laut Bildschirm-Arbeitsplatzverordnung müssen Bildschirme entspiegelt sein

    • M. Schall sagt:

      Hallo Ulf! Das ist so nicht ganz korrekt. Im Wortlaut heißt es in der BildscharbV, daß der Bildschirm frei sein muß von störenden Reflexionen und Blendungen. Das muß auch bei einem entspiegelten Display nicht zwingend der Fall sein und kann bei einem nicht-entspiegelten Display durchaus der Fall sein, da diese Displays (zumindest bei Apple Computern) extrem hell sind, so daß Reflexionen auf dem Display während der Arbeit in sehr vielen Fällen nicht mehr zu sehen sind. Diese Verordnung ist demnach ausschließlich im Zusammenhang mit dem Ort zu beachten, an dem sich der Arbeitsplatz befinden soll.

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