Ist das Apple MacBook Air das neue, echte MacBook?

Am 29. August 2011, in Apple Hardware, Von Markus Schall

Als Apple im Jahr 2008 das erste MacBook Air auf den Markt brachte, war das Gerät aufgrund seines extrem flachen Formfaktors zwar auf jeden Fall ein Hingucker, wegen der allerdings recht mageren Ausstattung war es nur eingeschränkt für Vielnutzer zu gebrauchen. Die erste Generation verfügte über einen relativ langsamen Intel Core 2 Duo Prozessor, einen nicht erweiterbaren Arbeitsspeicher von 2 GB und nur wenige Schnittstellen. Als Datenspeicher wurde in den ersten Modellen relativ langsamer Flash-Speicher oder gar noch mechanische Festplatten eingesetzt. All diese Einschränkungen führten dazu, daß das MacBook Air der ersten Generation vor allem auch aufgrund seines recht hohen Einstiegspreises, nur für eine kleine Gruppe von Mac-Benutzern wirklich interessant war. Die heutige Generation des MacBook Air, die mit 11″- und 13″-Display erhältlich ist, ist dank schnellem Flash-Speicher und deutlich üppigerer Ausstattung wesentlich vielseitiger geworden und verkörpert sozusagen das “echte” MacBook, das Apple bei der Vorstellung der neuen MacBook Air-Reihe ersatzlos gestrichen hat.

Apple MacBook Air mit extrem flachem Gehäuse

Mehr Funktionen im neuen MacBook Air.

Gegenüber der ersten Generation des MacBook Air liest sich die Ausstattung der heutigen Produktlinie geradezu phänomenal üppig: Schneller Intel Core i5- oder i7-Prozessor, 2GB oder 4GB Arbeitsspeicher, schnelle Flash-Laufwerke, Face Time Kamera, beleuchtete Tastatur, zwei USB-Anschlüsse, Thunderbolt-Schnittstelle, Stereo-Lautsprecher, Anschluss für einen Kopfhörer und ein eingebautes Mikrofon. Dazu gibt’s drahtloses 802.11n Wi-Fi und Bluetooth 4.0. Der interne Akku hält im Dauerbetrieb bis zu sieben Stunden durch und ermöglicht eine Standbydauer von bis zu 30 Tagen, und das 13″-Modell verfügt zusätzlich über einen Steckplatz für SD-Karten. Das alles bei einer Gehäusehöhe von 0,3 bis 1,7 Zentimetern und einem Gewicht von 1,08kg (11″-Modell) bzw. 1,35kg (13″-Modell).

Neues MacBook Air mit beleuchteter Tastatur

Rasend schnell dank modernem Flash-Speicher

Nutzer, die bereits mit einem Solid State Drive arbeiten, werden bestätigen können, dass die Arbeitsgeschwindigkeit des Computers stark spürbar zunimmt, wenn statt einer herkömmlichen Festplatte Flash-Speicher zum Einsatz kommt. Apple hat die Flash-Technologie in alle MacBook Air-Modelle integriert und unterstützt auch betriebssystemseitig die TRIM-Funktion, die für eine konstante Geschwindigkeit des Flash-Speichers sorgt. Die Hardware im neuen MacBook Air wurde derart optimiert, dass das neue MacBook Air in vielen Bereichen gut doppelt so schnell arbeitet wie das Vorgängermodell und in einigen Bereichen auch das eine oder andere MacBook Pro abhängt. In diesem Zusammenhang hat OSXDaily einen umfangreichen Benchmarktest zum neuen MacBook Air veröffentlicht, der die Ergebnisse eindrucksvoll bestätigt.

Mehr Möglichkeiten am MacBook Air durch OS X Lion

Das neue Betriebssystem OS X Lion beinhaltet eine ganze Reihe neuer Funktionen, die die Arbeit vor allem auf mobilen Geräten erleichtern. Im neuen System hat Apple beispielsweise die Bedienung des Multitouch-Trackpads konsequent weiterentwickelt und bietet immer mehr Möglichkeiten für Programme im Vollbildmodus, die sich auf diese Weise auf dem relativ eingeschränkten 11″-Display des kleinen MacBook Air hervorragend bedienen lassen. Es ist an dieser Stelle deutlich spürbar, dass Apple die Konzepte der unterschiedlichen Architekturen von OS X und iOS-Geräten an sinnvollen Stellen zusammenführt und konsequent benutzerfreundlich umsetzt.

Mehr Funktionen am MacBook Air mit OS X Lion.

Das MacBook ist tot. Es lebe das neue MacBook!

Mit einem Einstiegspreis von 949 Euro bewegt sich das neue MacBook Air preislich auf dem gleichen Niveau des ursprünglichen weissen MacBook, das als einziger Mac noch über ein Gehäuse aus Kunststoff verfügte und am Produktionsende technisch veraltet war. Heute erhält der Käufer zum gleichen Preis ein MacBook Air, das zwar mit 11″ ein kleineres Display mit allerdings identischer Bildschirmauflösung besitzt, dafür aber so kompakt ist wie vermutlich kein anderes Notebook des Käufers zuvor. Dank des schnellen Flash-Speichers muss der Käufer keine Kompromisse bei der Arbeitsgeschwindigkeit eingehen und erhält eines der schnellsten derzeit erhältlichen Apple-Notebooks.

Damit befindet sich Apple auf traditionsreichen Spuren, denn mit der Vorstellung des PowerBook 100 im Jahre 1991 hatte Apple bereits vor 20 Jahren ein Modell auf dem Markt, das dank fehlendem internen Laufwerk extrem kompakte Ausmaße hatte. Es bleibt abzuwarten, ob die Strategie, die Notebooks ohne internes optisches Laufwerk und damit flacher herzustellen, künftig auch in der MacBook Pro-Reihe mit größeren Displays Einzug halten wird.

Ab 949 Euro, noch günstiger im Onlinehandel

Das neue MacBook Air ist mit 11″-Display ab 949 Euro und mit 13″-Display ab 1.249 Euro erhältlich mit 64GB, 128GB oder 256GB Flash-Speicher. In manchen Onlineshops ist das MacBook Air noch etwas günstiger zu haben – so bietet beispielsweise der Onlineversender macXperts einen Neukundenrabatt von 10 Euro, 1% Skonto bei Vorabüberweisung, 10 Euro Rabatt bei Nachnahme oder 3% Rabatt bei Bestellung per Finanzierung. Lokale Applestores oder die bundesweit verfügbaren Apple Premium Reseller laden zum Ausprobieren und Kauf vor Ort ein.

Von am .

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