Heute vor einem Jahr erlag der Apple-CEO Steve Jobs seinem jahrelangen Krebsleiden, nur wenige Tage nachdem er bekannt gab, seine Tätigkeit bei Apple eingestellt zu haben. Damit konnte er zumindest einen seiner Träume erfüllen, nämlich so lange wie möglich an den von ihm maßgeblich geprägten Apple-Produkten effektiv mitzuarbeiten. Es ist nicht zu übersehen, dass es auf der Welt nur wenige andere Manager großer Unternehmen gibt, die mit einem derartigen Enthusiasmus zu Werke gehen. Seine Energie bezog der Apple-Mitbegründer vor allem dadurch, dass er streng definierte Ziele mit einem enormen Maß an Willenskraft erreichen wollte und diese trotz jahrelanger Krankheit auch erreichen konnte.
Von PowerBook G3 bis MacBook Pro, von iPod bis iPhone 5
Als Apple im Jahr 1996 die von Steve Jobs gegründete Firma NeXT kaufte und Jobs zunächst vorübergehend als Geschäftsführer für Apple tätig war, begann der Aufstieg von Mac OS X, dem Macintosh und später auch dem iPod und iPhone. Auch deren iOS basiert auf Darwin und Mac OS X und damit letztlich auf seinen NeXT-Wurzeln. 1998 führte Steve Jobs den iMac ein, damals mit 15″ Röhrenbildschirm und später in vielen Farben erhältlich. Der erste iMac “Bondi Blue” verfügte über einen PowerPC G3 Prozessor mit 233 MHz, eine 4 GB Festplatte und 128 MB Arbeitsspeicher. Die vormals beigefarbenen PowerMac G3 Computer wurden durch den semitransparenten PowerMac G3 abgelöst, der aus halbdurchsichtigem Acryl mit blauen Trägern bestand. Das vormals regenbogenfarbene Apple-Logo wurde nun einfarbig.
Kurz nach Erscheinen des PowerMac G4 gab es im Jahr 2000 eines seiner legendären “One More Thing”s: Er stellte den Cube G4 vor, einen für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlichen Desktop-Computer aus klarem Acryl, der ohne Lüfter auskam.
Der Cube G4 gilt bis heute als eines der gefragtesten Sammlerobjekte in Bezug auf Apple-Computer und wird sogar zusammen mit einem Studio Display und den Acryl-”Soundkugeln” von Harman Kardon im New Yorker Museum Of Modern Art ausgestellt. Im Vergleich zum ersten iMac verfügte dieser über einen PowerPC G4 Prozessor mit 450 oder 500 MHz, eine Festplatte mit bis zu 60 GB Kapazität und bis zu 1,5 GB Arbeitsspeicher.
Nach dem PowerMac G4 folgte der PowerMac G5 im Aluminiumgehäuse, das mit leichten Modifikationen auch vom späteren Mac Pro bekannt ist. Im Jahre 2005 war es soweit: Steve Jobs gibt den Wechsel vom PowerPC- auf Intel-Prozessoren bekannt, was einen weiteren Meilenstein in Apples Geschichte markieren sollte.
Nach dem Switch auf Intel-Prozessoren wurden die vormaligen Serien iBook, PowerBook und Powermac ersetzt durch die neuen Serien MacBook, MacBook Pro und Mac Pro. Der iMac hieß weiterhin iMac, jedoch natürlich ohne “G5″. Die ersten Modelle waren noch mit dem Intel Core Duo Prozessor ausgestattet und konnten maximal lediglich 2 GB Arbeitsspeicher adressieren.
Der iPod als Einstieg in den Massenmarkt.
Im Oktober 2001 veröffentlichte Apple den ersten iPod mit 5 GB interner Festplatte. Obwohl es zu jener Zeit bereits MP3-Player anderer Hersteller gab, schaffte Apple mit dem iPod den Durchbruch in den Massenmarkt. Nachdem 2005 kurzzeitig ein iPod mini das Licht der Welt erblickte, führte Apple daraufhin den iPod nano ein, der heute bereits in der sechsten Generation hergestellt wird. Im Januar 2007 war es dann so weit, und Steve Jobs stellte auf der MacWorld 2007 das iPhone vor.
Das iPhone stellt den wohl größten Erfolg Apples und damit von Steve Jobs dar. Auch wenn es zwar vorher durchaus bereits Smartphones gab, so war aber keines so intuitiv bedienbar wie das iPhone. Bereits das erste iPhone war ein voller Erfolg, auch wenn es zunächst nur in den USA und ab November 2007 dann in Deutschland ausschließlich exlusiv über T-Mobile erhältlich war. Bereits im ersten Jahr konnte Apple mehr als eine Million iPhones verkaufen. Diese Anzahl konnte bis heute um ein Vielfaches gesteigert werden – bis Juni 2012 konnte Apple insgesamt mehr als 244 Millionen iPads an die Frau und an den Mann bringen.
Kraft aus sich selbst schöpfen durch Ziele.
Wie war es möglich, dass Steve Jobs trotz seiner schweren Krankheit all diese Innovationen maßgeblich mitentwickeln konnte? Wie er auf einigen seiner zahlreichen Auftritte des öfteren betonte, schöpfte er die Kraft dafür vor allem aus sich selbst. Er war besessen davon, seine Produkte so perfekt wie nur irgend möglich zu bauen und vor allem davon, seine Ziele nicht nur zu erreichen, sondern möglichst sogar zu übertreffen. Der er immer wieder betonte, seine Arbeit zu lieben, bedeutete seine Arbeit für ihn kein Streß, sondern Erfüllung. Außerdem reflektierte er seine Krankheit und deren Folgen bereits zu Lebzeiten und ließ das auf einigen Auftritten auch durchblicken. In diesem Sinne erinnern wir uns am heutigen ersten Todestag von Steve Jobs an eine außergewöhnliche Persönlichkeit mit einem seiner Zitate:
“Eure Zeit ist begrenzt. Vergeudet sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lasst euch nicht von Dogmen einengen – dem Resultat des Denkens anderer. Lasst den Lärm der Stimmen anderer nicht eure innere Stimme ersticken. Das Wichtigste: Folgt eurem Herzen und eurer Intuition, sie wissen bereits, was ihr wirklich werden wollt.”
Keine ähnlichen Beiträge.





